C. da Silva ist ein traditionsreiches Portweinhaus aus Vila Nova de Gaia, dessen wichtigste Marke heute Dalva ist. Die historischen Wurzeln reichen bis 1862 zur Firma Corrêa Ribeiro e Filhos zurück. Die heutige Identität von C. da Silva entstand jedoch erst 1933, als Clemente da Silva nach seiner Rückkehr aus Brasilien auf Basis der Weinbestände und Geschäftsverbindungen der Familie seiner Frau eine eigenständige Unternehmung aufbaute. 1934 liess er die Marke Dalva registrieren; der Name ist eine verkürzte Form von "da Silva".
Dalva gehört heute zur Granvinhos-Gruppe. Diese entstand 2023 durch die Verschmelzung von C. da Silva und Companhia União dos Vinhos do Porto e Madeira in Gran Cruz Porto und die anschliessende Umbenennung. Hinter Granvinhos steht die französische Getränkgruppe La Martiniquaise. Besonders charakteristisch ist die starke Ausrichtung auf im Holz gereifte Portweine. Neben Ruby, Tawny, Reserve, LBV und Vintage pflegt Dalva ein umfangreiches Colheita-Programm. Eine besondere Stellung nehmen gereifte weisse Ports ein, vor allem die Linie Golden White.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Historische Wurzeln | 1862, Corrêa Ribeiro e Filhos |
| Aufbau von C. da Silva | 1933 durch Clemente da Silva |
| Registrierung der Marke Dalva | 1934 |
| Sitz | Vila Nova de Gaia, Portugal |
| Region | Douro / DOC Porto |
| Heutige Unternehmensgruppe | Granvinhos |
| Konzernzugehörigkeit | La Martiniquaise |
| Integration in Gran Cruz | 2007 |
| Bildung von Granvinhos | 2023 |
| Bedeutende Portstile | Colheita, Aged Tawny, Aged White, Golden White, Dry White, LBV, Vintage |
| Weitere Weine | DOC Douro, Espumante, Moscatel, Late Harvest |
| Website | https://www.dalvawines.pt/ |
Die Vorgeschichte beginnt 1862 mit Corrêa Ribeiro e Filhos, der Firma aus dem Familienumfeld von Clemente da Silvas späterer Ehefrau. Sie verfügte bereits über Weinbestände und Handelsbeziehungen. Die offizielle Dalva-Historie nennt deshalb 1862 als Ursprung der Tradition, macht aber zugleich deutlich, dass Clemente da Silva seine eigene Unternehmung erst 1933 aufbaute. Nach geschäftlicher Tätigkeit in Brasilien kehrte er nach Portugal zurück und nutzte die Verbindung zu Corrêa Ribeiro e Filhos zum Aufbau eigener Bestände. 1934 wurde die Marke Dalva registriert.
Das Unternehmen entwickelte früh eine starke Exportorientierung. Brasilien und die USA gehörten zunächst zu den wichtigsten Märkten, später kamen Europa und Asien hinzu. Im 20. Jahrhundert folgten mehrere Eigentümerwechsel. 2007 wurde C. da Silva von Gran Cruz Porto übernommen. Gran Cruz gehört zur französischen Gruppe La Martiniquaise. 2023 wurden C. da Silva und Companhia União dos Vinhos do Porto e Madeira in Gran Cruz Porto integriert; die daraus hervorgegangene Gruppe firmiert seither als Granvinhos. Die historischen Markennamen blieben bestehen.
Dalva bezieht seine Portweine aus der abgegrenzten Douro-Region. Die offizielle Markenseite nennt kein einzelnes Gut als alleinige Grundlage der gesamten Produktion. Fachquellen verweisen auf historische Verbindungen zur Quinta dos Avidagos; zugleich arbeitet das Haus mit Trauben und Weinen aus unterschiedlichen Douro-Lagen und mit zahlreichen Weinbauern. Typische rote Douro-Rebsorten sind Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz, Tinta Barroca und Tinta Cão.
Die Fassreifung ist zentral für den Stil. Tawny und Colheita reifen oxidativ im Holz. Dasselbe Prinzip wird bei den gereiften weissen Ports angewandt. Mit zunehmendem Alter entwickeln sich goldene bis bernsteinfarbene Töne sowie Aromen von Trockenfrüchten, Nüssen, Honig, Gewürzen und Holz. Die Lagerung in Vila Nova de Gaia gehört historisch zur Identität des Hauses. Die moderne Granvinhos-Infrastruktur, darunter die 2026 eröffnete Adega do Cedro in Peso da Régua, ergänzt die traditionelle Reifung durch aktuelle Produktions- und Logistiktechnik.
Dalva deckt nahezu das gesamte klassische Portwein-Spektrum ab. Im Einstiegsbereich stehen Ruby, Tawny und White Port, ergänzt durch Reserve und Dry White. Ein Schwerpunkt liegt auf Aged Tawny und Colheita. Besonders charakteristisch sind jedoch die gereiften weissen Ports. Die Golden-White-Reihe umfasst weisse Portweine mit langer Holzreifung. Alte weisse Ports sind im Markt seltener als vergleichbar gereifte Tawnies und bilden deshalb einen wichtigen Teil der Dalva-Identität.
Daneben produziert Dalva Late Bottled Vintage und Vintage Port. Seit 2010 wurde zudem das Programm stiller Douro-Weine wieder stärker ausgebaut; heute gehören auch DOC Douro, Espumante, Moscatel und Late Harvest zum weiteren Portfolio.
Dalvas wichtigste Besonderheit liegt in der Verbindung eines klassischen Portweinhauses mit einer besonders sichtbaren Spezialisierung auf alte weisse Ports. Golden White ist ein Kernbestandteil der Markenidentität. Historisch wichtig ist die Unterscheidung zwischen 1862 als Ursprung über Corrêa Ribeiro e Filhos, 1933 als Aufbau von C. da Silva durch Clemente da Silva und 1934 als Registrierungsjahr der Marke Dalva. Heute ist Dalva keine unabhängige Familienfirma mehr, sondern Teil von Granvinhos und damit des Umfelds von La Martiniquaise, behält aber den historischen Markennamen und sein eigenständiges Portweinprofil.