Caves Santa Marta ist eine genossenschaftlich organisierte Kellerei in Santa Marta de Penaguião im Douro. Die 1959 gegründete Adega Cooperativa de Santa Marta de Penaguião bildet den historischen Kern; die heutige Struktur entstand nach der Integration der Genossenschaften von Medrões und Cumieira und der definitiven Fusion 1987. Rund 1100 Mitglieder liefern Trauben aus ihren eigenen Weinbergen.
| Punkt | Angabe |
|---|---|
| Gründung | 1959 |
| Sitz | Santa Marta de Penaguião |
| Eigentum | Genossenschaft |
| Region | Douro |
| Portweine | Ruby, Tawny, White, Rosé, Lágrima, LBV, Vintage, 10/20/30/40/50 Years |
| Website | https://cavessantamarta.pt/ |
1959 gründeten regionale Winzer die Adega Cooperativa de Santa Marta de Penaguião. 1960 entstanden Genossenschaften in Cumieira und Medrões. Nach Fusionsvereinbarungen in den 1970er-Jahren erfolgte 1987 die definitive Vereinigung. 1986 wurde erstmals Portwein exportiert, 1997 erschien der erste LBV und 1998 der erste Vintage Port. Weitere Vintage-Abfüllungen folgten 1999, 2000, 2002 und 2004. 1999 übernahm Caves Santa Marta den historischen Armazém 0022 der Casa do Douro.
Die Trauben stammen aus den Mitgliedsweinbergen im Raum Santa Marta de Penaguião. Die Böden werden vom Hersteller als schiefer- und lehmgeprägt beschrieben. Technische Datenblätter zeigen temperaturkontrollierte Gärung in Edelstahltanks, Entrappen, Maischekontakt und Remontage. Der Armazém 0022 dokumentiert zudem die historische Verbindung zwischen Lagerung, Destillation und Portweinproduktion.
Das Sortiment reicht von Ruby, Tawny, White, Rosé und Lágrima über LBV und Vintage bis zu Tawnies mit 10, 20, 30, 40 und 50 Jahren Altersangabe. Dazu kommt ein 10 Years White Port. Die gereiften Tawnies sind oxidativ geprägt, während Ruby und Vintage stärker fruchtbetont ausgebaut werden.
Caves Santa Marta ist als grosse Winzergenossenschaft ein Beispiel dafür, wie zahlreiche Familienbetriebe ihre Trauben gemeinsam vinifizieren und vermarkten. Der Aufbau eigener LBV- und Vintage-Abfüllungen seit den 1990er-Jahren sowie die Restaurierung des Armazém 0022 markieren den Übergang von einer reinen Genossenschaftskellerei zu einem eigenständigen Portweinproduzenten mit historischem und touristischem Profil.